New Work für das Sporthaus Schuster
Mehr Aufenthaltsqualität auf weniger Fläche in der Münchner Innenstadt
Von leeren Zellenbüros zur modernen New-Work-Fläche: Das hat Mahsa Teymouri, Innenarchitektin bei der rheform – WorkplaceInnovation GmbH, am Münchner Marienplatz umgesetzt. Für das Sporthaus Schuster hat sie auf zwei Etagen eine flexible Arbeitswelt mit Aufenthaltsqualität konzipiert und realisiert. Im Ergebnis spart das Sporthaus Fläche und Kosten und schafft eine Arbeitsumgebung, die sich an den tatsächlichen Prozessen und Bedarfen der Mitarbeitenden orientiert.
Vom Szenario zur Umsetzung in nur vier Monaten: die neue Bürowelt in der Rosenstraße
Das Sporthaus Schuster ist seit 1913 eine feste Größe auf dem Münchner Marienplatz und schon viele Jahre aktiv in der Sportszene der bayerischen Landeshauptstadt. Seit seiner Gründung hat sich viel verändert, sowohl auf den Verkaufsflächen als auch hinter den Kulissen. Die COVID-19-Pandemie hat auch hier die Zusammenarbeit und internen Abläufe stark verändert. Das Home-Office ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Arbeitsorganisation und die Anforderungen der Mitarbeitenden an die Präsenzflächen haben sich deutlich gewandelt. Bereits seit einigen Jahren prüfte das familiengeführte Unternehmen daher eine räumliche Neuausrichtung.
Gemeinsam mit der rheform – WorkplaceInnovation GmbH haben die Geschäftsführer verschiedene Entwicklungsszenarien für ihre Büroflächen durchdacht, so zum Beispiel eine Unterbringung verschiedener Büromodule auf den Verkaufsflächen, auf der Dachterrasse des Haupthauses oder eine Verlegung zu den Lagerräumen in das rund elf Kilometer entfernte Martinsried. Keine davon erwies sich als funktional oder wirtschaftlich tragfähig. Die in diesem Rahmen durchgeführten Bestands- und Flächenanalysen bildeten aber eine wichtige Planungsbasis und ermöglichten die schnelle Umsetzung des Projektes.
„Im Juli haben wir mit den Abbrucharbeiten begonnen und im Oktober sind die Mitarbeitenden bereits in ihre neue Bürowelt eingezogen“, sagt rheform-Innenarchitektin Mahsa Teymouri, die den Prozess von der Planung bis zur Realisierung begleitete. Neben der Szenarienentwicklung sowie den Möblierungs- und Gestaltungkonzepten übernahm sie auch die Baustellenbegleitung bis zur Inbetriebnahme der neuen Fläche.


Von der Planung zur Realisierung: Diese 3‑D-Skizzen veranschaulichten die Einrichtungsplanung für die Geschäftsleitung
Von drei auf zwei Etagen: das neue Flächenkonzept
Um den Flächenbedarf zu reduzieren, hat rheform ein Desk-Sharing-Konzept umgesetzt. Die klassische Zellenbürostruktur wurde aufgelöst: Stattdessen entstanden offene Arbeitsbereiche, die den Austausch unter den Mitarbeitenden fördern. Die Fläche ist so konzipiert, dass sie die vielfältigen Arbeitsweisen der Mitarbeitenden abbildet: Neben flexiblen Arbeitsplätzen gibt es Projektzonen und Besprechungsbüros. Für die konzentrierte Einzelarbeit stehen Fokusboxen zur Verfügung, für Online-Meetings und vertrauliche Gespräche Telefonboxen.
Die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeitenden flossen in die Gestaltung der Fläche ein. In der offenen Arbeitsumgebung befürchteten viele von ihnen eine erhöhte Geräuschkulisse, weshalb zunächst Akustik-Trennwände installiert wurden. Doch schon nach kurzer Zeit entfernten die Mitarbeitenden die Trennelemente, da sie überflüssig waren. Ihr Fazit nach den ersten Wochen auf der neuen Fläche: Die Arbeitsabläufe funktionieren hier gut und unterstützen die produktive Zusammenarbeit.





Naturfarben und Nachhaltigkeit: das Farb- und Gestaltungskonzept
Die Wurzeln des Sporthauses Schuster im Bergsport prägen bis heute die Identität des Unternehmens. Diese Markenherkunft bildete die konzeptionelle Grundlage für das Farb- und Möblierungskonzept. Die Gestaltung greift die Farbtöne eines Bergwaldes auf: braune Böden, grüne Wände und Telefonboxen, dazu Akzente in Braun- und Beigetönen. Übergeordnetes Ziel war eine höhere Aufenthaltsqualität für die Mitarbeitenden. Durch den Rückbau von Wänden entstanden großzügige, lichtdurchflutete Arbeitsbereiche. Die Marketingabteilung des Sporthauses ergänzte das Gestaltungskonzept mit einer passenden Folierung für die Kommunikationskabinen.
Alle drei Etagen wurden im Verlauf der Umstrukturierung umfassend renoviert. Für einen nachhaltigen Umbau hat Mahsa Teymouri einige der rückgebauten Bestandsmaterialien auf der neuen Fläche wiederverwendet. So wurden zum Beispiel Akustikpaneele aus der abgemieteten Etage in die neue Fläche integriert und abgerissene Glaswände an anderen Stellen neu aufgebaut.



Vom Pilotprojekt zur Weiterentwicklung
Das Projekt stieß innerhalb der Firma schnell auf positive Resonanz. Die Mitarbeitenden des angrenzenden Verkaufsgebäudes testeten die neue Bürowelt und bewerteten die Arbeit auf der Fläche gegenüber der Geschäftsleitung durchweg positiv. Das Sporthaus kam wenig später ihrem Wunsch nach, auch im Haupthaus ein New-Work-Konzept einzuführen. Gemeinsam mit der rheform – WorkplaceInnovation GmbH gestalteten sie einen Werkstattraum im Verkaufsgebäude nach demselben Prinzip um.
„Zu Beginn war es für den Auftraggeber nicht leicht, sich die Funktionsweise der neuen Fläche vorzustellen“, sagt Mahsa Teymouri. „Mit Visualisierungen, transparenten Planungsschritten und einer klaren Kommunikation haben wir die Auswirkungen auf die Organisation, den Flächenbedarf und die Arbeitsabläufe konkret gemacht und dann erfolgreich umgesetzt.“ So entstand eine flexible Arbeitsumgebung mit einer zeitgemäßen Flächengestaltung, die den Standort langfristig funktional stärkt und für die Mitarbeitenden attraktiv macht.
Fotos: rheform und Sport Schuster
Unsere Leistungen im Bereich der Innovativen Arbeits- und Lernwelten



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