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Raum als Werk­zeug der Unter­neh­mens­ent­wick­lung

Wie verän­dern sich Orga­ni­sa­tionen, wenn Büros nicht mehr bloß Orte zum Arbeiten sind? Wenn Räume den Kultur­wandel fördern, entstehen Lösungen für Zusam­men­ar­beit und Wirt­schaft­lich­keit.

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Erschienen in

Süddeut­sche Zeitung, 14.11.2025

Süddeut­scher Verlag München

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Ein Beitrag von Kim-Florence Rust. Der Text basiert auf ihrem Vortrag „Zwischen Hype und Haltung. Wie wir Arbeits­welten schaffen, die wirken“.

Kim-Florence Rust

ist Bereichs­lei­terin bei der rheform – Work­place­In­no­va­tion GmbH. Als Innen­ar­chi­tektin hat sie 20 Jahre Erfah­rung in der Entwick­lung und Reali­sie­rung inno­va­tiver Arbeits­welten. Sie berät Unter­nehmen, Konzerne und öffent­liche Auftrag­geber.

Seit der Pandemie ist hybrides Arbeiten zur Norma­lität geworden. Home-Office, digi­tale Kolla­bo­ra­tion und flexible Anwe­sen­heits­mo­delle haben den Arbeits­alltag in vielen Orga­ni­sa­tionen verän­dert. Doch die Raum­kon­zepte bilden häufig noch den Status der Präsenz­kultur ab. Flächen mit Stan­dard­ar­beits­plätzen domi­nieren, während Beschäf­tigte zuneh­mend Orte für Austausch, Zusam­men­ar­beit und infor­melle Begeg­nung suchen. Studien belegen, dass Menschen vor allem deshalb ins Büro kommen, dort aber oft noch keine geeig­neten Bedin­gungen vorfinden. Die Konse­quenzen aus dieser Entwick­lung sind unmit­telbar: Sie beein­träch­tigen die Produk­ti­vität, die Flächen­ef­fi­zienz und die Attrak­ti­vität von Arbeit­ge­bern.

Wer Arbeits­welten zukunfts­fähig gestalten will, muss Raum, Tech­no­logie, Orga­ni­sa­tion und Kultur als ganz­heit­li­ches System betrachten. In dieser Perspek­tive gewinnen Gebäude und Flächen stra­te­gi­sche Bedeu­tung, Sie schaffen die Voraus­set­zungen dafür, dass Orga­ni­sa­tionen wirt­schaft­lich arbeiten und Menschen ihr Poten­zial entfalten können.

Wirt­schaft­lich­keit beginnt mit klar defi­niertem Bedarf

Flächen zählen in vielen Orga­ni­sa­tionen zu den größten Kosten­fak­toren. Doch ihre Bedeu­tung bemisst sich nicht allein an den Ausgaben, sondern an dem Mehr­wert, den sie bieten. Räume prägen Kultur, Zusam­men­ar­beit und Leis­tungs­fä­hig­keit. Wirt­schaft­lich­keit entsteht dort, wo Flächen produk­tives Verhalten unter­stützen und Ressourcen ziel­ge­richtet bündeln.

Seit über 20 Jahren begleitet die rheform GmbH Projekte von der Entwick­lung über die Planung bis zur Reali­sie­rung und in den Betrieb. Die Bera­tungs­praxis zeigt: Damit Arbeits­welten über die reine Gestal­tung hinaus wirken, müssen die Flächen zu den Menschen, ihren Aufgaben und Arbeits­weisen sowie zu ihren Bedürf­nissen passen.

Entschei­dend ist daher nicht die Frage, wie viele Quadrat­meter zur Verfü­gung stehen, sondern welchen Beitrag diese zum Erfolg der Orga­ni­sa­tion leisten. Flächen entfalten dann einen stra­te­gi­schen Mehr­wert, wenn sie auf reale Arbeits­pro­zesse und Aufgaben abge­stimmt sind und die Anfor­de­rungen der Nutzenden best­mög­lich erfüllen. Ein zentraler Schlüssel liegt dabei in einer parti­zi­pa­tiven Bedarfs­er­mitt­lung. Sie dient nicht der pauschalen Erfül­lung von Wünschen der Mitar­bei­tenden, sondern liefert die Grund­lage für effi­zi­ente Flächen­kon­zepte. Genau hier liegt der Unter­schied zwischen reinem Design und Steue­rung: Flächen, die ledig­lich gestaltet oder verwaltet werden, bleiben Kosten­stellen. Flächen, die auf Wirkung ausge­legt sind, werden zu Hebeln für Produk­ti­vität, Attrak­ti­vität und Wirt­schaft­lich­keit.

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Einblick in die neuge­stal­tete Arbeits­welt im Land­ratsamt Groß-Gerau mit Zonen für Kolla­bo­ra­tion, Rückzug und vertrau­liche Gespräche (Foto: rheform)

Wie groß das stra­te­gi­sche Poten­zial von Flächen­kon­zepten ist, zeigt ein Beispiel aus der öffent­li­chen Verwal­tung. Beim Land­ratsamt Groß-Gerau wurde der ursprüng­lich geplante Anbau für das Finanz­ma­nage­ment hinfällig, nachdem rheform im Rahmen einer Bedarfs­ana­lyse alter­na­tive Nutzungs­sze­na­rien entwi­ckelt hatte. Statt zusätz­liche Fläche zu schaffen, wurde die vorhan­dene neu orga­ni­siert. Auf 400 Quadrat­me­tern entstand in einem parti­zi­pa­tiven Prozess mit den zukünf­tigen Nutze­rinnen und Nutzern eine Arbeits­welt mit Berei­chen für Konzen­tra­tion, Zusam­men­ar­beit und vertrau­liche Kommu­ni­ka­tion. Die Entschei­dung gegen den Anbau senkte die Inves­ti­ti­ons­kosten und sparte im Sinne der Nach­hal­tig­keit Ressourcen.

Wo früher unbe­lebte Flure waren, herrscht jetzt ein soziales Mitein­ander. Wie eine spätere Umfrage ergab, stieg die Zufrie­den­heit der Mitar­bei­tenden auf der neuen Fläche. In viel­fa­cher Hinsicht entstand eine Win-win-Situa­tion: weniger Fläche, nied­ri­gere Kosten, eine höhere Präsenz­kultur und eine höhere Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vität. Doch eine Flächen­op­ti­mie­rung für den Moment allein genügt nicht. Entschei­dend ist, ob die Arbeits­welten auch auf zukünf­tige Anfor­de­rungen reagieren können.

Zukunft braucht Räume, die mit der Orga­ni­sa­tion wachsen

Arbeits­welten unter­liegen heute einem perma­nenten Wandel. Teams verän­dern ihre Größe, Aufgaben verschieben sich, tech­no­lo­gi­sche Entwick­lungen beschleu­nigen Prozesse. Raum­kon­zepte, die starr auf eine Nutzungs­form ausge­richtet sind, stoßen unter diesen Bedin­gungen schnell an ihre Grenzen. Gefragt sind Flächen, die sich mit über­schau­barem Aufwand an neue Anfor­de­rungen anpassen lassen und sich so als lang­fristig flexibel nutzbar erweisen. In der Praxis zeigt sich, dass verän­de­rungs­fä­hige Flächen­mo­delle nicht nur orga­ni­sa­to­ri­sche Vorteile bieten, sondern unmit­telbar wirt­schaft­lich und stra­te­gisch wirken: Wer Räume ohne größere bauliche Eingriffe weiter­ent­wi­ckeln kann, vermeidet kost­spie­lige Umbau­maß­nahmen und sichert Inves­ti­tionen über den gesamten Lebens­zy­klus hinweg. Raum wird so zu einer Entwick­lungs­res­source, die sich den Aufgaben anpasst und nicht umge­kehrt.

raum-als-werkzeug-der-unternehmensentwicklung: sueddeutsche-zeitung-rheform-kooperation, das bild zeigt die pilotflaeche bei siemens-it in garching als beispiel, wie new work gelingen und den arbeitsalltag verbessern kann
Lounge- und Bespre­chungs­be­reich in der „Expe­ri­ence Area“ bei Siemens in München: ein Baustein des flexi­blen Flächen­kon­zepts (Foto: Oliver Soulas)

Wie diese Logik in der Privat­wirt­schaft umge­setzt wird, zeigt das Beispiel der Siemens AG. Für das IT-Head­quarter in München gestal­tete rheform eine Co-Working-Fläche mit verschie­denen Raum­typen. Die „Expe­ri­ence Area“ entstand im Zuge einer Flächen­kon­so­li­die­rung, als das Unter­nehmen entschied, aufgrund rück­läu­figer Flächen­aus­las­tung bestehende Büro­flä­chen abzu­bauen. Eine der frei­ge­wor­denen Flächen blieb im Bestand und wurde zu einem Expe­ri­men­tier­feld weiter­ent­wi­ckelt. Rund 600 Mitar­bei­tende haben Zugang zu der 900 Quadrat­meter großen Pilot­fläche. Statt klas­si­scher Arbeits­plätze domi­nieren Zonen für Krea­ti­vität, Kolla­bo­ra­tion und Begeg­nung.

Hier finden die Beschäf­tigten viele unter­schied­liche Arbeits- und Begeg­nungs­mög­lich­keiten. Ziel war es, die Präsenz im Büro zu stärken und ein neues Verständnis von Zusam­men­ar­beit aufzu­bauen – sei es hybrid oder in Präsenz. Das zeigt: Raum erfüllt heute nicht mehr nur eine Funk­tion, sondern über­nimmt auch eine Rolle in der Entwick­lung von Orga­ni­sa­tionen.

Erfolgs­fak­toren für wirk­same Arbeits­welten

Zukunfts­fä­hige Arbeits­welten entstehen dort, wo Menschen gehört werden, Struk­turen verbinden und Räume stärken. Was zählt, sind Haltung, Betei­li­gung und Flexi­bi­lität. Orga­ni­sa­tionen, die diesen Weg gehen, schaffen Arbeits­welten, die nicht nur auf die Gegen­wart reagieren, sondern Zukunft ermög­li­chen.

rheform begleitet diesen Prozess als Partner, der wirt­schaft­liche Wirkung mit kultu­reller Wirk­sam­keit verbindet.

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