jury campus3-preis

Jury-Sitzung zum campus³-Preis

Jurysitzung zum campus³-Preis

Die Siegerkonzepte sind ermittelt

Das Preisgericht hat getagt. Die Gewinner wissen Bescheid. Zusätzlich zu den drei besten Entwürfen vergibt die Jury einen Anerkennungspreis. Die namentliche Bekanntgabe der Siegerinnen und Sieger sowie ihre Platzierung erfolgt Anfang Dezember auf dem Bauwelt-Kongress in Berlin.

40 Einsendungen zu 15 Themen, elf Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet, Entwürfe über alle Studienabschnitte hinweg. Mit der Resonanz auf den 2020 erstmals von der rheform – Entwicklungsmanagement GmbH ausgeschriebenen campus³-Preises ist Joachim Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Mitinitiator des Wettbewerbs, überaus zufrieden: „Das digitale Sommersemester unter Corona-Einschränkungen war für viele Studierende und Lehrende eine große Herausforderung. Ich freue mich sehr, dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind.“

Ziele des Preises

Der Preis soll Studierenden und Promovenden der baufachlichen Disziplinen die Möglichkeit geben, sich visionär mit den Herausforderungen des Hochschulbaus der Zukunft zu beschäftigen. Daraus resultierende Überlegungen sollen in Funktions- und Raumprogramme fließen, die Menschen und Organisationen dienen und im besten Fall eine nachhaltige Wirkung entfalten. So erinnert Joachim Heintze zu Beginn der Jurysitzung daran, dass der Lebenszyklus eines Gebäudes sich über mindestens 50 Jahre erstrecken soll, doch auf die Frage, wie Menschen in zehn Jahren forschen, lehren und lernen, gibt es ihm zufolge nur vage Antworten. Mit dem Preis möchte er Impulse für eine, seiner Meinung nach, gesellschaftsrelevante Diskussion setzen.

Mit der Architektur treffen wir gebaute Entscheidungen auf lange Zeit, doch wie können wir gute Entscheidungen fällen, wenn wir uns nicht intensiv damit beschäftigen, wohin uns die Themen der Zukunft treiben werden?``
Joachim Heintze Geschäftsführender Gesellschafter rheform GmbH Mitinitiator des Preises

Vielfalt an Ideen

Eine Auswahl an Antworten erhielten die fünf Jurymitglieder im Großen Sitzungssaal des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) in Bonn-Bad Godesberg, einem der Kooperationspartner. Konzeptionell und gestalterisch war auf den gut 20 laufenden Metern Präsentationsfläche ein breites Spektrum an Vorschlägen zu sehen – von Entwürfen für spektakuläre Neubauten, über Auseinandersetzungen mit Flächen im öffentlichen Raum sowie Ideen für die Wiederbelebung von Industriedenkmälern.

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35 Einreichungen behandelten architektonische Themen, drei widmeten sich dem Städtebau und zwei der Innenarchitektur. Die rheform – Mitarbeiterinnen Renka Götz und Christiane Hankewitz, beides Architektinnen, hatten die Vorprüfung übernommen, die Einreichungen anonymisiert und eine Bewertungsmatrix aufgesetzt. Damit koppelten sie die heterogene Vielfalt der Entwürfe an die Zielsetzung des Preises und machten sie für das Preisgericht vergleichbar.

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Die Jurymitglieder (von links nach rechts):

Boris Schade-Bünsow (Chefredakteur Bauwelt), Prof. Dr. Christa Reicher (Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen/RWTH Aachen), Dr. Yvonne Dorf (stellv. Geschäftsführerin DHV), Dr. Uwe Pfründer (Leiter Gebäudemanagement Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Joachim Heintze (Geschäftsführender Gesellschafter rheform – GmbH), Vorprüferin Christiane Hankewitz (Architektin/rheform – ImmobilienManagement GmbH)

Die Bewertungskriterien

  • Wie relevant ist der Entwurf für die Arbeits- und Lernwelten der Zukunft, in denen die Bedürfnisse von Menschen und Organisationen im Zentrum stehen sollen?
  • Wo gelingt der im Ausschreibungstext explizit geforderte Dreiklang von Vision, Funktion und Raum?

Mit diesen Leitfragen begutachteten die Jurymitglieder unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christa Reicher vom Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen an der RWTH Aachen die Entwürfe. Elf Gruppenarbeiten und 28 Einzeleinreichungen veranschaulichten die Herangehensweise. 32 Frauen und 18 Männer hatten sich der Aufgabe gestellt. In einem Sichtungs- und drei Wertungsrundgängen ermittelte das Preisgericht die Gewinner und entschied einstimmig, einen zusätzlichen Anerkennungspreis zu vergeben.

Der Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Er soll Anfang Dezember auf dem Bauwelt-Kongress in Berlin verliehen werden. Die Verantwortlichen sondieren aktuell die Möglichkeiten, wie der Kongress trotz Corona-Einschränkungen dennoch stattfinden kann.

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