New-Learning-OTH-Regensburg: Blick auf die neuen LErn- und Aufenthaltsbereiche an der OTH Regensburg, ein Projekt der rheform WorkplaceInnovation GmbH.

Denk­mal­schutz trifft New-Lear­ning: Das “Studi-Loft” der OTH Regens­burg

rheform schafft neue Begeg­nungs­flä­chen im histo­ri­schen Altbau an der Prüfe­n­inger Straße

Ange­hende Hebammen, IT- und Bauin­ge­nieur­wesen-Studie­rende und Sozial- und Gesundheitswissenschaftler:innen: Sie alle lernen und arbeiten am Standort Prüfe­n­inger Straße der Ostbaye­ri­schen Tech­ni­schen Hoch­schule (OTH) Regens­burg. Der denk­mal­ge­schützte Altbau entstand in den 1960er-Jahren und ist innen wie außen geprägt von den Wand­ma­le­reien und Gestal­tungs­ele­menten des Künst­lers Willi Ulfig. Die Räume über­zeugen durch ihr beson­deres Ambi­ente, boten aber bis vor Kurzem wenig Platz für Erho­lung, Begeg­nung und Lernen außer­halb der Vorle­sungs­räume.

Das hat sich jetzt geän­dert: In Zusam­men­ar­beit mit der rheform – Work­place­In­no­va­tion GmbH entstand an der OTH Regens­burg eine studen­ti­sche Lern- und Aufent­halts­fläche, die den viel­fäl­tigen Bedürf­nissen der Nutzer:innen gerecht werden kann. In engem Austausch mit der Hoch­schul­lei­tung und studen­ti­schen Vertreter:innen entwi­ckelten die Gestal­te­rinnen der rheform auf rund 300 Quadrat­me­tern Raum für inter­dis­zi­pli­nären Austausch, konzen­triertes Lernen und gemein­same Veran­stal­tungen.

Vergan­gen­heit bewahren, Zukunft gestalten: Das Möblie­rungs- und Gestal­tungs­kon­zept der rheform

Viele bauliche Details aus der Entste­hungs­zeit des Gebäudes blieben auch auf der neuen Fläche stil­prä­gende Elemente. Dazu gehören zum Beispiel Holz­wand­schränke mit Vitrinen in den Fluren, ein alter Elek­tro­ver­teiler, holz­ver­klei­dete Boden­tanks, abge­run­dete Licht­schalter und Retro-Uhren über den Türen. Der Denk­mal­schutz des Gebäudes setzte bei der Konzep­tion der sechs neuen Aufent­halts­be­reiche enge Grenzen. Wand­farben mussten origi­nal­ge­treu erhalten bleiben, Fliesen durften nur über­kleidet, nicht ersetzt werden und die Ausstat­tungs- und Möblie­rungs­pla­nung sollte weitest­ge­hend ohne Umbau­maß­nahmen auskommen.

Das Team rund um Maren Schwalm, Chiara Poggi und Yuliana Vargas-Galvis nahm diese Heraus­for­de­rung an. Die Gestal­te­rinnen der rheform – Work­place­In­no­va­tion GmbH haben das Farb­kon­zept der neuen Räume aus den vorhan­denen Struk­turen abge­leitet: Die markante Uhr an der Gebäu­de­front inspi­rierte die Kontrast­farben Gelb und Rot, während die expres­sio­nis­ti­schen Wand­ma­le­reien und Holz­ober­flä­chen die Basis­farben für die neue Möblie­rung vorgaben. Auch die Formen­sprache des Gebäudes haben die Gestal­te­rinnen berück­sich­tigt: Runde Ecken und starke Farb­töne prägen die neuen Aufent­halts­be­reiche und führen so den 60er-Jahre-Stil des Gebäudes zeit­gemäß fort.

Das Farb­kon­zept der neuen Fläche haben die rheform-Innen­ar­chi­tek­tinnen aus den vorhan­denen Kunst­werken, tech­ni­schen Einbauten und Gebäu­de­struk­turen abge­leitet

Vom Visi­ons­work­shop zur Wunsch­fläche: Hoch­schul­lei­tung und Studie­rende waren betei­ligt

Der Gestal­tungs­pro­zess begann mit einem Visi­ons­work­shop, an dem OTH-Kanzler Peter Endres, die Projekt­lei­terin Elke Würth von der Abtei­lung Gebäude und Technik und Prof. Dr. Sandra Schütz, damals Dekanin der Fakultät für Sozial- und Gesund­heits­wis­sen­schaften, teil­nahmen. Ziel war es, Vorstel­lungen und Anfor­de­rungen dieses Perso­nen­kreises an die Fläche zu defi­nieren, aber auch Rahmen­be­din­gungen und Beschrän­kungen für Möblie­rung und Ausstat­tung fest­zu­legen.

Als nächstes waren die zukünf­tigen Nutzer:innen gefragt: Studierendenvertreter:innen aus den Berei­chen Hebam­men­kunde, Pflege, Soziale Arbeit, Gesund­heits­wis­sen­schaften, IT und Bauin­ge­nieur­wesen haben unter Anlei­tung der rheform-Gestal­te­rinnen ihre Anfor­de­rungen an die Fläche erar­beitet. Im Rahmen eines Nutzer­work­shops konnten sie sich mit Modul­scha­blonen ein „Studi-Loft“ ganz nach ihren Wünschen zusam­men­bauen.

Beson­ders wichtig waren den Studie­renden geeig­nete Arbeits­plätze für die Zeit zwischen den Vorle­sungen, für konzen­trierte Einzel­ar­beit und die Arbeit im Team. Außerdem wünschten sie sich Raum für (Kaffee-)Pausen und den gemein­samen Austausch sowie Räume für klei­nere Veran­stal­tungen: Fach­schafts­treffen, Klei­der­tausch- oder Film­abende, Weih­nachts­feiern und gemein­same „Public-Viewings“ wollen die Studie­renden in Zukunft hier veran­stalten.

Flexible Räume für viel­fäl­tige Bedürf­nisse: rheform begleitet das Projekt bis zum Einzug

Dieser Viel­falt an Anfor­de­rungen begeg­neten die rheform-Gestal­te­rinnen mit flexi­blem Mobi­liar auf der Fläche. Kojen für die konzen­trierte Einzel­ar­beit dienen gleich­zeitig als Raum­teiler, Design­ele­mente fungieren als verstell­barer Sicht­schutz und einige Bereiche lassen sich mit Hilfe eines Vorhangs für verschie­dene Nutzungs­arten vergrö­ßern oder verklei­nern.

Seit dem Winter­se­mester 2025/26 ist die Fläche in Betrieb. Das Team der rheform – Work­place­In­no­va­tion GmbH hat das Projekt nach der Ausstat­tungs- und Möblie­rungs­pla­nung über die Mobi­li­ar­aus­schrei­bung und Bemus­te­rung bis in den Betrieb begleitet.

Mit dem neuen „Studi-Loft“ ist am Standort Prüfe­n­inger Straße in einem parti­zi­pa­tiven Prozess ein Ort entstanden, der Lernen, Austausch und Erho­lung verbindet. Für die rheform-Gestal­te­rinnen ist das Projekt ein Beispiel dafür, dass sich die Geschichte eines Gebäudes, der Denk­mal­schutz und moderne Lern­welten erfolg­reich in Einklang bringen lassen.

Fotos: rheform

Unsere Leis­tungen im Bereich der Inno­va­tiven Arbeits- und Lern­welten

Unsere Leis­tungen im Bereich der inno­va­tiven Lern­welten für die kolla­bo­ra­tive Wissens­ar­beit

Adresse des Stand­ortes der OTH Regens­burg:

Prüfe­n­inger Straße 58

93049 Regens­burg

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